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Entlastungsprogramm bei Demenz (EDe) I und II

EDe und EDe II waren zwei im Kreis Minden-Lübbecke angesiedelte Modellprojekte, die mit Mitteln zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung nach § 8,3 des SGB XI durch den GKV-Spitzenverband gefördert wurden. Beide Entlastungsprogramme widmeten sich den Bedürfnissen von pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz, EDe II nahm noch zusätzlich verstärkt die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz in einem frühen Krankheitsstadium auf.

Beide Projekte wurden durch die PariSozial Minden-Lübbecke/Herford durchgeführt und wissenschaftlich durch das Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., Köln begleitet.

Entlastungsprogramm bei Demenz (EDe)

Wie kann man Familien, in denen an Demenz erkrankte Menschen leben und betreut werden, effektiv und nachhaltig unterstützen und entlasten? Wie können dazu die Möglichkeiten der Pflegeversicherung optimal zusammengeführt und sinnvoll erweitert werden? Diesen und weiteren Fragen wurde im Rahmen dieses Projektes nachgegangen. Die Ergebnisse sind beeindruckend und überzeugend, das erprobte Design von Qualifizierung und Vernetzung der Akteure sowie zugehender Beratung hat sich bewährt. Die mehr als 300 teilnehmenden Familien konnten zum großen Teil wissenschaftlich nachweisbar entlastet werden. Eine Hauptempfehlung aus dem Modellvorhaben zielt daher auch darauf ab, in das Pflegeversicherungsgesetz neben den bestehenden Sach-, Geld- und Kombileistungen auch eine „Programmleistung Demenz“ aufzunehmen. Der Abschlussbericht gibt ausführliche Einblicke in die vorhandenen und eigens entwickelten Strukturen und Prozesse und stellt die zahlreichen Ergebnisse vor.

Entlastungsprogramm bei Demenz II (EDe II)

Das Projekt EDe II schloss an die Ergebnisse von EDe an. Hier standen Familien im Fokus, in denen ein demenzerkrankter Mensch der so genannten Pflegestufe 0 lebte. Das Modellvorhaben ging den Fragen nach: Welche Unterstützungsbedarfe haben die Familien, die sich zumeist am Beginn der aktiven Auseinandersetzung mit der Demenzerkrankung befinden? Wie kann diesen Bedarfen im Rahmen der Leistungen der Pflegeversicherung begegnet werden?
Zentrale Intervention für die rund hundert teilnehmenden Familien war die zugehende Beratung. Erneut bewährte sich das Gesamtkonzept aus bedarfsangepasster Beratung, Schulung und zeitlichen Freiräumen, das in EDe entwickelt wurde. Hinzu kamen in EDe II spezielle Angebote für Menschen mit Demenz.

Die zentrale Empfehlung aus EDe konnte daher auch für die Zielgruppe aus EDe II übertragen werden: Die Bündelung von Leistungen der Pflegeversicherung im Sinne einer „Programmleistung Demenz“. Außerdem zeigen die Ergebnisse unter anderem, dass die Etablierung einer zugehenden Fachberatung Demenz als Regelleistung des SGB XI ein wichtiger Baustein ist, mit denen Familien mit demenzerkrankten Angehörigen effektiv unterstützt werden können.
Der vorliegende Bericht gibt ausführliche Einblicke in die zugehende und präventive Arbeit mit Familien, die am Beginn der Auseinandersetzung mit Demenz stehen und stellt die Ergebnisse umfassend vor.


Hier ein Filmbeitrag zum Projekt:
Die Arbeit der Gesundheitsberaterinnen


Ihr Ansprechpartner: Hartmut Emme von der Ahe
Simeonstraße 17, 32423 Minden
Tel.: 0571 82802-16, Fax: 0571 82802-69
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Hartmut Emme von der Ahe


 
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